Slip Girl im Interview

Ich verkaufe meine Unterwäsche anonym – na und?!

Das Leben meinte es nicht immer gut mit mir. Ich bin 32 Jahre alt und habe bereits zwei Söhne, die mein ein und alles sind. Wäre da nicht das liebe Geld, wäre unser Leben nahezu perfekt. Ich bin alleinerziehend, wie es ja heute gang und gäbe ist. Sicherlich bekomme ich für die Söhne Unterhalt und ging einer beruflichen Tätigkeit nach. Ganz ehrlich, mit einem Full-Time-Job bleibt vieles auf der Strecke. Ich sehnte mich danach mit mehr Zeit zu haben, da ich spürte, wie sehr ihnen die Situation naheging. Der Vater fehlte und ich als Mutter hatte auch zu wenig Zeit. Aber was tun sprach Zeus? Eines Tages surfte ich abends im Internet. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wie es kam, aber ich entdeckte eine Anzeige in der eine Dame einen Slip angeboten hat für 50€ , die über das Internet anonym Geld verdienen wollte. Das wäre ein Traum, dachte ich mir und googelte ein wenig zum Thema Slips verkaufen. Wenigstens informieren konnte ich mich ja.

Kein Risiko – es war einen Versuch wert

Ich meldete mich ich mich bei Crazyslip an.  Ich entschied mich dafür, die Unterwäsche erst mal probehalber zu verkaufen. Ich meldete mich auf also bei “CS” (Crazyslip) an und stellte nach ca. einer Woche den ersten Slip ein. Es dauerte eine Weile bis ich diesen verkaufen konnte. Bis dahin dachte ich dann, dass es eh nicht funktioniert. Umso überraschter war ich, als der erste Slip verkauft war. Nach ca. einer Woche meldete sich der Kunde und wollte noch einen Slip von mir kaufen. Jetzt fing der Stein zu rollen an. Ich trug also nochmal einen Slip, stellte das Bild ein und schwupp, der Kunde kaufte ihn. Na gut, dachte ich, stell ich eben noch ein paar Modelle ein. BH, Slips und alles, was ich noch zu Hause hatte, wurde fotografiert und eingestellt. Binnen weniger Tage waren meine Sachen ausverkauft. Das Einzige, was ich noch tun musste, war zur Post gehen und diese anzusenden.

Dringend Nachschub besorgen

Ich vertraute dem System und verdiente im ersten Monat einige Euros dazu, mit denen ich meinen Söhnen eine Freude mache. Neben dem Hauptjob verkaufte ich noch längere Zeit Unterwäsche im Internet. Irgendwann verdiente ich damit jedoch genug um meinen Job auf einen Halbtagsjob zu reduzieren. Ich hatte endlich Zeit für mich und meine Familie und konnte mit ihnen Unternehmungen anstellen. Ich kaufte stetig neue Unterwäsche, die ich gleich fotografierte und auf Kundenwunsch hin trug. Selbst beim Einkaufen hatte ich die Familie dabei und konnte somit Beruf und alles andere miteinander verbinden. Als ich meiner besten Freundin davon erzählte was diese etwas skeptisch. Also ich ihr dann erzählte, dass alles zu 100 Prozent anonym ablief, war sie  beruhigter und wollte auch anfangen. Ein Problem hatte sie mit der Tätigkeit keines. Im Gegenteil auch sie verkauft heute erfolgreich getragene Unterwäsche über das Internet. Andere Freunde, die von meiner neuen Tätigkeit erfuhren,  fanden es eine gute Sache. Ich denke mit heute:
Was ist schon dabei, wenn ich meine Unterwäsche vollkommen anonym verkaufe und anderen Menschen damit eine Freude bereite?

Es gibt eben Menschen mit solchen Anwandlungen und ich finde es besser, diese Menschen können auf eine legale Weise an Unterwäsche gelangen, als wenn sie unschuldige Frauen überfallen würden. Es gibt für alles ein Für und Wider – man muss nur abwägen, welcher ein guter Weg ist.

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